miro: global – phänomenal & kongenial !

Michael Kühns Lebenswerk ist und bleibt zweifelsohne die Gründung des späteren Weltkonzerns, der miro Computer Products AG. Kühn, einer der zwei geschäftsführenden Vorstände, gründete bereits 1982 mit seinem Studienkollegen Rolf Richter das Hightech Unternehmen, welches er erfolgreich von 3 Mitarbeitern auf 350 Mitarbeiter und Umsätzen von 250 Millionen US Dollar entwickelte.

Von der Garagenfirma zum Global Player mit Tochtergesellschaften in sechs europäischen Ländern, den Vereinigten Staaten und in Taiwan. Vom Headquarters in Braunschweig aus wurde der globale Markt erschlossen.

Miro war Entwickler und Hersteller hochspezialisierter Computerprodukte mit Schwerpunkt auf Graphiksystemen und Großbildschirmen und musste sich als europäischer Marktführer immer wieder am Bedarf, an internationalen Trends und Entwicklungen orientieren. Damit dies gelang, sind Kooperation mit den großen Entwicklungszentren der Halbleiter- und Mikroprozessorindustrie, mit Computer- und Monitorherstellern in aller Welt notwendig gewesen. Grundlage dafür war ein umfassendes technologisches Know-how der Mitarbeiter.

Miro war größter europäischer Hersteller von Multimedia, Software und Hardware Produkten für den Büro- und Heimbereich und sogar 3. größter Graphikartenhersteller der Welt. Das Besondere: die Fertigung der Graphikboards war stets Made in Germany.

miros Produktpalette umfasste Multimedia-Lösungen, die aus PC Einsteckkarten mit dazugehöriger Software der Bereiche Digital Video, Computergraphik, Sound, Kommunikation, Fax, Voice Mail und ISDN bestehen.

Das Zeitalter Multimedia begann miro mit innovativen Produkten und neuen Anwendungen. Wesentliche Grundsatzentscheidungen zur Expo und Cebit rückten das Land Niedersachsen in einen globalen Blickpunkt. Mit der Vorstellung von Digital Video Broadcasting, der Weiterentwicklung des Fernsehens durch eine enorme Erweiterung des Datenübertragungspotentials für Programmanbieter, zeigt 1995 auch die niedersächsische Wissenschaft mit einem Schlüsselprojekt von Weltbedeutung international Flagge.

miro hieß der Gewinner der Hightech Szene, der immer wieder mit neuen Ideen in der Graphikszene aufwartete und für jeden Markt das richtige Graphikboard entwickelte. Ergänzt wurde die Produktfamilie durch hochauflösende Monitore von 15 bis 21 Zoll, die unter dem Label miro höchsten Auto CAD Ansprüchen genügten.

miro, eine Wortschöpfung aus den zwei Vornamen der Gründer Michael Kühn und Rolf Richter.

Nie dagewesene Marketingkampagnen in Abstimmung und Anlehnung an den Künstler Joan Miro erfreuten sowohl Händler wie auch Käufer und die Merchandise Artikel waren auf jeder Messe ein Renner.

Die miro Computer Products AG dominierte den Wirtschaftsstandort Braunschweig. Neben Volkswagen und einigen wenigen anderen ansässigen Unternehmen rückte miro ins Rampenlicht des Geschehens. Weltweite Anerkennung und Preise gab es für innovative Produkte, Gratulanten aus Politik und Wirtschaft dankten miro für die Belebung und Schaffung hunderter Arbeitsplätze in Niedersachen.

Selbst die Architektur des Firmensitzes gewann den Bundespreis Deutscher Architekten im Jahre 1994. Eine Auszeichnung, die nur alle 3 Jahre vergeben wird für überzeugende Vorstellungen in der Architektur. Der miro Bau zog etliche Architekturkritiker aus dem In- und Ausland an und gewann weitere Preise wie den Peter Joseph Krahe Preis sowie den internationalen Constructec Preis.

miros Aufgabe war immer ein Vorgriff auf die Zukunft: Immer an die Computertechnik von morgen zu denken, war der entscheidende Faktor für den unsagbaren Erfolg des Unternehmens.

Die miro Computer Products AG wurde nach 15 erfolgreichen Geschäftsjahren im Jahre 1997 an Pinnacle/Avid verkauft.